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Beverunger Geschichte II

Beverunger Geschichte 12 Oktober, 2009

Weiter geht es aus und mit dem Heimat-Buechlein von Hermann Nolte:

Beverungen wird Stadt

Man schrieb das Jahr 1417, den 24. Mai. Diesen Tag koennen wir als einen Markstein in der Entwicklung Beverungens bezeichnen. Der Paderborner Bischof Theoderich erhob im Verein mit dem Abt Dietrich von Corvey das Dorf Beverungen zur Stadt. Beverungen bekam Stadtrechte, eigenen Stadtrat und Stadtsiegel. Bald nach der Stadtgruendung haben Bischof und Buergerschaft den Ort mit einer Mauer und einem Wassergraben umgeben (….damit keiner abhauen konnte?*Gr*)
Beverungen war so Grenzfeste des Fuerstbistum Paderborn.

1967 wurde in Beverungen Doppel-Geburtstag gefeiert:
1100 Jahre Beverungen – 550 Jahre Stadt Beverungen

Fanfarenzug
Folgende Bilder wurden von Sylvia Merschel aus den USA zur Verfügung gestellt:

Einige Bilder von diesem Fest sind bei www.willi-vogt.de unter Fanfarenzug und Fundstuecke zu sehen.

Aber nun weiter mit „Damals“…

Glanzzeit 15. und 16. Jahrhundert

Die zweihundert Jahre von der Stadtgruendung bis zum Ausbruch des 30jaehrigen Krieges (1618) (..eine gern gestellte Frage in Beverungen: wie lange dauerte der 30jaehrige Krieg?*Gr*) waren Beverunger Bluetezeit. Dieses Neue und Besondere beglueckte die Beverunger (…beglueckt sie auch heute noch…), und auch die umwohnenden Landleute suchten es (…und sie (be)suchen ES auch heute noch…).
Die Beverunger konnten sich frei betaetigen und regen. Und deshalb draengten anderswo wohnende Bauern, Handel- und Gewerbetreibende in die mollige, durch Burg, Mauer und Wassergraben geschuetzte Stadt. Wohl hausten (na,na, sie wohnten doch wohl)damals die Buerger in engen Gassen und winzigen Raeumen, aber das Leben in der kleinen, urtuemlichen Stadt verlief in ruhigem Rhythmus, in Eintracht und Geschlossenheit. Friedlich und froh ging ein jeder seiner Arbeit nach. Die Bauern hatten ihr gutes Auskommen, die Kaufleute trieben ehrlichen Handel (aha, und heute, was treiben sie da?)mit Stoffen, Muetzen und Schuhen, die Handwerker waren in Zuenften und Gilden geeint.

Kriegs- und Notzeiten

Der Anfang des 17. Jahrhunderts brachte der aufstrebenden Stadt schwerste Not. Sie wurde grausam heimgesucht von Krieg, Pest, Hungersnot. Die Lage Beverungens am Kreuzungspunkt von zwei Handelsstraßen und an einem Weseruebergang, die einst die Quelle des Wohlstandes war, wurde der Stadt im 30jaehrigen Kriege zum Verhaengnis.
Schon von 1618–1622 hatte Beverungen entsetzliche Drangsale zu erdulden. Im Februar 1632 ging die Stadt in Flammen auf, nur vier Haeuser blieben erhalten. Die Einwohner fluechteten und lebten in den umliegenden Waeldern in Erdloechern. Im Sommer 1626 hatte in Beverungen der „schwarze Tod“, die Pest, gewuetet. Die Zahl der Pestopfer betrug 511 Tote.
Als der Wiederaufbau der Stadt nach hundert Jahren durchgefuehrt war, brachte der Siebenjaehrige Krieg (1756–1763) schwerste Bedraengnis: Besetzung, Kontribution (Zwangsauflage in Gueter oder Geld), Armut und Hungersnot.

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