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Dalhausen – Korbmacherdorf und Wallfahrtsort

Amt Beverungen 1956 21 Oktober, 2009

…und weiter geht´s aus und mit Hermann Nolte´s HeimatbĂĽchlein (1955)….

Ich (wir) aus Beverungen, kannten Dalhausen nur als das „längste Dorf“ Europas, als Korbmacherdorf und, daĂź sie schöne Mädchen hatten *Gr*!! Wenn man das aber liest, was jetzt folgt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus….

Dalhausen, das Dorf der Korbmacher! Wie oft sah ich es von den umliegenden steilen und hohen Bergen aus tief unter mir, fein gruppiert und eingezwängt ins enge Tal der Bever. Sehr oft schritt ich auch zwischen den Häuserreihen über die sauberen Dorfstraßen dahin. Und immer hatte ich das Gefühl, daß Dalhausen wohl das absonderlichste, das geheimnisvollste Dorf des Amtes ist. Eigenartig ist der Ort, reizvoll die ihn umgebende Landschaft, interessant sind die Leute in Dalhausen, geheimnisvoll seine Geschichte.
Wann sich hier im Bevertal die ersten Siedler niederließen, ist unbekannt. In einer Urkunde vom Jahre 1221 wird der Ort als Filiale des (später) in der Soester Fehde zerstörten Kirchdorfes Eddessen bezeichnet. Die Grafen von Everstein schenkten das Dorf Dalhausen nebst dem Patronatsrecht über die Kirche im Jahre 1305 dem Kloster Gehrden*. In der Säkularisation im Jahre 1803 (habe ich schon erwähnt, was das bedeutet) fiel Dalhausen mit Gehrden an den preußischen Staat. Preußen übernahm alle Rechte und Pflichten.
Das Interessanteste an dem langgestreckten Beverdorf, das, was ihm das Gepräge gibt, ist seine Jahrhunderte alte Korbindustrie, durch die Dalhausen nicht nur über die Grenzen des Amtes Beverungen, sondern weit über Deutschland hinaus bekannt geworden ist.
*1142 gründen die von der Iburg bei Bad Driburg vertriebenen Benediktinerinnen ein Kloster auf einem von Heinrich von Gehrden gestifteten Anwesen östlich der Dörfer Nord- und Südgehrden nahe der Öse. In der Folge wurden die umliegenden Dörfer und Höfe im Schutz der mächtigen Klostermauern umgesiedelt. Aus der Zeit um 1200 stammt die mit reichem Eisenbeschlag versehene Tür im Nordportal der Kirche. Die 1180 fertiggestellte romanische Klosterkirche ist das einzige noch erhaltene Gebäude dieser Zeit, da die Klostergebäude im 17. Jahrhundert durch modernere Bauten ersetzt wurden. 1319 erhält die Siedlung nördlich des Klosters Stadtrechte.
Quelle: Wikipedia

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