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Beverunger „D√∂nekens“….

Beverunger Dönekens 01 Februar, 2011

Die Beverunger sind schon ein „Menschenschlag“ f√ľr sich: toternst, knochentrocken, wenne nicht aufpasst, zack, hasse einen wech! Wie sagt man so sch√∂n: der hat es kn√ľppeldick hinter den Ohren! Und wenn se denn mal wieder einen reinchelecht haben, kriegen se sich vor Lachen nicht mehr ein. Darum mu√ü man sie einfach LIEBEN…..

Und jetzt will ich eine kleine Anekdote aus den Anf√§ngen der 60er Jahre zum Besten geben. Da ja jetzt Karnevals-Zeit ist, pa√üt sie wunderbar….

                                            

Tatort: Beverungen

In Beverungen, mitten in der Stadt, wohnte einst ein Bauer. Der Bauer (plus Frau) hatte drei S√∂hne. Einer war besonders (bauern)schlau, darum nennen wir ihn den „Professor“.
Die Zeit zum Auss√§en des Weizens stand an. Der „Professor“ schickte seine beiden Br√ľder f√ľr diese anspruchsvolle Arbeit auf den Acker. Der Boden war schon vorbereitet, sie brauchten einfach nur mit der S√§maschine (Driller)¬†(mit der Aussaat, dem Weizen) √ľber den Acker fahren, rauf und runter. Nur diese beiden „Br√ľder“ hatten immer einen enormen Durst. Grad den Abend vorher √ľberfiel sie wieder das Verlangen nach einem sch√∂nen, durstl√∂schenden, k√ľhlen Bier. Nur, der Durst der beiden wurde dabei immer gr√∂√üer und st√§rker. Pl√∂tzlich war das Geld alle, aber der Durst immer noch da. Aber bauernschlau, wie sie waren, wurde getauscht: Weizen (den sie am n√§chsten Tag auss√§en sollten) gegen das durstl√∂schende Bier. Der Abend wurde lang und l√§nger, der Kopf immer schwerer und der Weizen immer weniger, bis, ja, bis kein K√∂rnchen mehr vorhanden war.
Der n√§chste Morgen, die Pferde wurden vor den Wagen gespannt, sie wollten auf den Acker und Weizen s√§en. Der „Professor“ schaut auf den Wagen: „Wo ist denn der Weizen?“ „Den habn wa schon chestern auf¬īn Acka chebracht. Sonst m√ľssen ja die Ch√§ule zweimal dasselbe ziehen.“ Von solcher Logik seiner beiden Br√ľder erschlagen, schickt der „Professor“ seine Br√ľder los. Und sie zogen los, mit noch schwerem Kopf und schlechtem Gewissen.
Am Acker angekommen, spannten sie die Pferde vom Wagen ab und vor die Sämaschine (Driller) wieder an. Und jetzt, das ist die Beverunger Logik:
Die beiden „Oberschlauen“ fuhren mit der LEEREN S√§maschine immer rauf und runter, sie s√§ten Luft in die Erde. „Der merkt das doch!!“ „Nix merkt der, wir haben doch unsere Saatrillen √ľber den ganzen Acker gezogen. Was k√∂nnen wir daf√ľr, da√ü der Weizen, den er gekauft hat, taub ist?! Warum l√§√üt er sich auch solchen Mist andrehen?!“
So, Arbeit getan, ab nach Hause.
Nach einer Woche wollte der „Professor“ dann mal sehen, was/wie die Saat so treibt. Mit dem Finger pruckelte er in den Saatrillen herum, nichts, kein K√∂rnchen, rein gar nichts. Jeden Tag fuhr er jetzt zum Acker, aber er sah nichts sprie√üen. Er stellte seine Br√ľder zur Rede: „Was habt ihr denn da ges√§t?“ „Ja was wohl, den Weizen, den Du gekauft hast. Der war aber so komisch leicht, mu√ü wohl tauber Weizen gewesen sein. Wir sind mit der Maschine √ľber’n Acker gefahren, das sieht man ja! Was k√∂nnen wir daf√ľr, wenn Du Dir tauben Weizen andrehen l√§√üt!!“
Monate später, Februar, der Karnevals-Monat. Ein Beverunger vergißt sooo schnell nichts.
Rosenmontags-Umzug, farbenprächtiges Fußvolk, wunderschöne Motiv-Wagen Рund mittendrin eine alte Samen-Sämaschine, an der ein großes Schild befestigt war. Auf diesem Schild stand in groooßen, fein leserlichen Buchstaben geschrieben:

…..SIE S√ĄEN NICHT…..SIE ERNTEN NICHT…..DENN DER WEIZEN DER IST TAUB…..

In diesem Sinne: Beverungen – Helau……Weserbr√ľcke – Helau…..Weizen – Helau

                                                            

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