Willi┤s Erzńhlungen
Willi┬┤s Erz├Ąhlungen » Blog Archive » Beverunger Zeitzeugen

Beverunger Zeitzeugen

Beverunger Geschichte 28 September, 2011

Die folgenden Bilder schickte mir Burkhard Deppe, ein Ex-Beverunger, der jetzt im „Hohen Norden“ wohnt. Seine Heimat in jungen Jahren war auch die M├╝hlenstrasse. Da bewahrheitet es sich doch: DIE WELT IST KLEIN und keiner geht verloren.

1949/50 bauten die Beverunger „ihre“ Br├╝cke wieder auf. Es mu├č eine f├╝rchterliche┬á┬áKnochenarbeit gewesen sein. Allein der Anblick der Bilder treibt einem den Schwei├č auf die Stirn und die Schwielen in die H├Ąnde.

Unsere/meine M├╝hlenstrasse. Auf dem linken Bild hat gerade die Zeit des Autos begonnen. Der Borgward war schon ein sehr sch├Ânes Auto. Der Spar-Laden ist zu sehen und die W├Ąscherei Heinemann und nat├╝rlich mein „Gro├č-Werd-Haus“, welches am Ende der Stra├če steht und total mit Wein zugewuchert ist. Und meine „Schlaf-Pappel“, welche so rank und schlank in den Himmel zeigt. Sie war ein guter Einschlaf-Partner, ihr Rauschen habe ich heute noch im Ohr.

1956 – Die offene Bever in der M├╝hlenstrasse habe ich noch erleben d├╝rfen, denn: ein richtiger Beverunger war/wurde nur derjenige, der mindestens drei mal (ohne Fremdeinwirkung) in die Bever fiel. Die Eisenstege, welche von einer Seite zur anderen gingen, halfen dabei kr├Ąftig mit. Schnell r├╝ber auf die andere Seite, ├╝ber die Eisenstege balanciert, abgerutscht und platsch rein in das k├╝hle Nass – und das nicht nur drei mal. Also, ich kann mit ruhigem Gewissen von mir behaupten: ICH BIN EIN BEVERUNGER !!!

Au├čerdem benutzten wir Kinder die Bever als Regatta-Strecke. An der offenen Bever standen immer Holz-Dimmen (klein gehacktes Holz). Die Holzst├╝cke traten dann gegeneinander an. Sie wurden bei der Metzgerei Vattmann akurat in die Bever geworfen (kein St├╝ck durfte Vorsprung haben). Unter lauten Anfeuerungsrufen begleiteten wir die Renn-Objekte bis┬ázur Fabrik Buddenberg. Dort┬áfing ein Wehr unser Holz auf, und wir konnten genau sehen, wer gewonnen hatte. So ganz┬áim┬áVertrauen: dabei sind etliche in die Bever gefallen, nicht das Holz, die Anfeuerer. (passt gut, Holz-Feuer-Anfeuerer) War das eine fantastische, tolle Kinderzeit!!!!

Winter 1949 – ein Schlepp-Verband auf der Weser. Auf dem Foto sieht die Weser sehr breit aus. Da fehlt doch etwas – genau, die Schlachten und Buhnen. Heute k├Ânnte so ein Schlepp-Verband mit Sicherheit nicht mehr auf der Weser fahren. Das Bild strahlt gro├če Kraft aus: vorne der Schaufelrad-Dampfer mit┬ágro├čem Schornstein und zwei m├Ąchtigen Schaufeln┬áund im Schlepp zwei motorlose K├Ąhne. Und die Weser steht kurz davor: noch ein paar Tage Frost, und ich bin zugefroren.

Burgstrasse in Beverungen. Oben an der Kreuzung nach rechts geht es weiter auf der Burgstrasse zur Langenstrasse und an der Kreuzung nach links landet man im „Feindesland“(Gr**) Lauenf├Ârde.

Auf dem rechten Bild sieht man einen Teil der katholischen Volksschule und┬ákann einen kleinen Blick auf den┬áSchulhof werfen (links im Bild). Das Haus neben der Schule fl├Â├čte uns Kindern immer Angst ein. Dort wohnte eine┬áFrau, die immer dunkle, schwarze, lange Kleider trug. Sie war uns nicht ganz geheuer. Wir nannten sie „Pascha Molla“. Der Name hat sich bei mir eingebrannt, aber warum wir sie so nannten – keine Ahnung.

Beverungen, Am Hakel, ca.1968. Rechts im Bild das Wahrzeichen von Beverungen – die Burg. Im Hintergrund zeigt sich die Molkerei, und im Vordergrund: Licht aus!! Spot an!!┬á Jaaa, das ist er!! Unser Schuppen!! Dort hat unsere Clique manche fr├Âhliche Stunde verbracht. Nat├╝rlich auch traurige, wegen Herz-Schmerz und so. Aber daf├╝r oder dagegen gab es ja die „S├╝ndenallee“, ein kleines St├╝ckchen sieht man von ihr, vorm Schuppen nach links. Ach ja, und ganz im Hintergrund meldet sich mit ausgestrecktem T├╝rmchen die evangelische Kirche. So, jetzt hab ich sie alle, so oder so…..

Text

text

Kommentare sind deaktiviert.

´╗┐
Wordpress Themes by Mobile Themes / Jim / ├ťbersetzt ins Deutsche von Pascal Senn
Copyright © 2009-2010 Willi┬┤s Erz├Ąhlungen. All rights reserved.